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18. Dezember 2018

Die Utopie von kunstvollem Theatermarketing

Kategorie: BLOG

Die Utopie von kunstvollem Theatermarketing

Innerhalb des Kulturblogs »allabouthelene« von Marie Helene Anschütz  sprach ich in einem kürzlich erschienenen Interview darüber, dass aus meiner Sicht Theatermarketing neu gedacht werden müsse.

Diesen Gedanken möchte ich hier gerne etwas weiter ausführen:

Viele aktuelle Kampagnen in der kulturellen Szene geben hervorragende Beispiele dafür, dass ein starkes Social Media Marketing eine enorme Aufmerksamkeit mit großer Reichweite generieren kann.

Das »Ensemble-Netzwerk«, »Linz liebt sein Theater«, »Die Vielen« und nicht zuletzt die »metoo-Debatte« sind deutliche Beispiele dafür.

Hier werden Menschen mobil, die ein Ungleichgewicht empfinden oder Existenzen am Theater tatsächlich bedroht sehen. Laut und deutlich landen Botschaften plötzlich dort, wo sie gehört werden sollen. Starke, emotionsgeladene Slogans entstehen scheinbar mühelos: #youarenotallone, #linzliebtseintheater, #wirsindviele.

Quasi über Nacht werden die sozialen Netzwerke mit großem Knowhow bespielt, Petitionen erstellt, tolle Webseiten aus dem Boden gestampft, sehr besondere Bilderwelten kreiert, professionelle Videos veröffentlicht und offene Briefe in die Welt geschickt.

Wenn auch der Anlass nicht immer erfreulich ist, so sind die Ergebnisse aus marketingtechnischer Sicht ganz hervorragend. Und als mARkT(fach)frau im Kulturbereich fragt man sich, wieso all diese wirkungsvollen (und kostenschonenden) Vorgehensweisen von den Marketingabteilungen der Theater nicht adaptiert werden?

Sprechen wir es doch offen aus: die »Facebook-Fanpages« der Stadttheater unterscheiden sich meist nur durch ihre Namen und die Instagram-Konten, wenn überhaupt vorhanden, werden fast immer konzeptlos bestückt. Selten sieht man unabhängig von den üblichen Trailern der Neuproduktionen, Videoclips, die das theatereigene Kreativpotenzial entfalten.

Aber weshalb explodieren dagegen diese Kampagnen?

Neben der Tatsache, dass es sich bei diesen Kampagnen häufig um gesellschaftsrelevante Themen handelt, die natürlich an sich schon emotional aufgeladen sind, ist auffallend, dass bei den oben aufgeführten Beispielen die Künstler (Betroffenen) selbst ihre kreativen Kräfte bereitstellen, um die Botschaften in die Welt zu senden. Emotionen und Gedanken werden durch Worte und Bilderwelten so stimmig und persönlich ausgedrückt, dass sie Menschen erreichen und berühren.

Ausschlaggebend dabei ist, dass die Hierarchien eines Theaterbetriebs, die es (auch) einer Marketingabteilung häufig sehr schwer machen, strategisch klug und marketingkompetent zu agieren, keine große Rolle mehr spielen.

Stell Dir also vor: Die Künstler selbst machen Theatermarketing und alle gehen hin! Marketing bestünde endlich aus Geschichten, die das Theaterleben tatsächlich schreibt. Ob die Inhalte der Webseite, der Drucksorten oder die Beiträge in den sozialen Netzwerken – die Künstler hätten das Gestaltungsmonopol und nicht nur die Plakate wären bunt, bewegt und bewegend, ähnlich der Bilderwelten vom Ensemblenetzwerk.

…und wie ginge der Traum weiter?

Der Intendant und seine Abteilungsleiter wären verantwortlich für den Spielplan und die Besetzungen. Alle darstellenden Künstler dürften in Zusammenarbeit mit Regisseuren, Bühnenbildner, Dramaturgen, Autoren, den Musikern und Dirigenten u.a. über das Corporate Design, Bilder- und Textwelten entscheiden, eine kunstaffine Marketingbeauftragte stünde für die strategische, ökonomische und redaktionelle Umsetzung bereit. Die Dramaturgen fungierten als Lektoren und eine hochkarätige Grafik- und Webdesigner.in wird eingekauft. Ihr zu Seite stellt man einen Social Media Marketing Experten.

Was stünde dagegen?

Jeden Falls entstünde so ein echtes identitätsorientiertes und -stiftendes Marketing. Es käme einer Revolution gleich. Nichts wäre mehr an seinem Platze in unseren Theatertempeln und das wäre gut so.

Die Teilhabe der Künstler an einem kunstvollen Marketing könnte den Kulturbetrieben eine  neue Art der Identifikation ermöglichen, die erfrischend lebendig ist und neue Zuschauerzahlen erobert.

 

 

 

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